Die besten Cannabissorten um gut zu schlafen

Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Einschlafen oder nicht richtig durchschlafen - Ein gesellschaftliches Phänomen, dass bei vielen Menschen auftaucht. Stress im Beruf oder im Alltag wirkt sich hierbei besonders auf den Schlaf aus. Oft sind diese aber auch durch psychische und organische Ursachen begründet. Cannabiskonsum kann hier zur Entspannung und Erleichterung führen. Auch jüngste Studienergebnisse legen nahe, dass Cannabis deutlich den Tiefschlaf Stufe 3 erhöht und die Menge des leichteren REM Schlafes reduziert. Forschungsergebnisse gehen davon aus, dass das Endocannabinoid System eine wichtige Rolle bei der Schlafregulation spielt. Aber wie genau beeinflusst Cannabis den Schlaf? Und was sind die besten Gras Sorten bei Schlaflosigkeit? Das beantworten wir im folgenden Artikel.

von Laura Neuhofer  ∙ 12.10.2021

Schlafphasen

Charakteristisch für gesunden Schlaf ist die Abfolge unterschiedlicher Schlafphasen. Der Tiefschlaf ist eine von fünf Schlafphasen, der deinen Organismus maximal entspannt. Zudem laufen wichtige Gedächtnis- und Regenerationsprozesse ab. Der Tiefschlaf ist die vierte Schlafphase und im Vergleich zu den anderen besonders tief. Das heißt, dass dein Puls, deine Atemfrequenz, Muskelspannung und dein Blutdruck so niedrig wie in keiner anderen Schlafphase sind. Die Entspannung ist hier am höchsten. Um genügend Tiefschlaf zu bekommen, solltest du dir nachts eine Gesamtschlaf Länge von sechs bis acht Stunden gönnen. Ein gesunder Tiefschlaf sorgt dafür, dass du jeden Tag leistungsstark bist und bestens gegen die Herausforderungen im Job und im Alltag gewappnet bist.
 

Tiefschlaf Stufe 3-4

Während du schläfst, wechseln sich diese immer wieder ab. Das heißt, du schläfst mal tiefer, mal weniger tief. Nach etwa sechs bis acht Stunden wechseln sich die Schlafphasen in immer kürzeren Abständen ab, bis du schließlich aufwachst. Vom Stufe 3 Schlaf wird vermutet, dass er für diejenigen, die an einem Schlafentzug leiden, der wichtigste ist. REM Schlaf ist der leichte Schlaf, in dem wir träumen. Als Ergebnis von weniger REM Schlaf, neigen diejenigen, die Cannabis als Schlafmittel verwenden, dazu, von traumlosen Schlaf zu berichten.
 

Auswirkungen von zu wenig Tiefschlafphasen

Schlafmangel, insbesondere der Mangel an Tiefschlaf, kann dazu führen, dass man mental und körperlich weniger leistungsfähig ist. Wer ständig müde ist, kann sich weniger gut konzentrieren, ist öfter gereizt oder kann gelerntes sowie motorische Fähigkeiten nicht so gut behalten. Ein müder Körper weniger leisten, als wenn er ausgeschlafen und erholt ist. Dauerhafter Schlafmangel kann sogar ernste Folgen nach sich ziehen.
 

Die besten Cannabissorten um gut zu Schlafen:

Cannabis Indica Strains

Oftmals wird Cannabis auch bei Schlafstörungen verschrieben. Am besten für Ein- und durchschlafprobleme eignen sich Cannabis indica Sorten. Indica Sorten neigen dazu, eine tiefgreifende Entspanntheit, auf den Körper auszulösen. Indicas weisen meist ein breiteres Spektrum von Cannabinoiden auf, oft auch einen höheren CBD Gehalt, der Hand in Hand mit THC geht, um guten Schlaf einzuleiten und durchzuschlafen. 

Pink Kush

Pink Kush ist eine selektierte Version von OG KUSH. Sie ist eine 100%ige Indica-Sorte, die puristische Cannabis Liebhaber zufriedenstellt. Sie verströmt interessante Vanille Geschmäcker und ruft potente Highs hervor. Die Sorte hat einen hohen THC-Gehalt und wirkt langanhaltend, entspannend und schläfrig auf deinen Körper.

Gorilla Glue

Gorilla Glue ist eine der Top-10 indica dominierten Sorten. Mit einem THC-Gehalt von 24-26% ist diese besonders potent. Gorilla Glue sorgt nach dem Rauchen für einen Zustand der Entspannung. Die Indica Sorte wird auch für medizinische Anwendungen bei Schlafproblemen, Depression, chronischen Schmerzen verschrieben.

Northern Lights 

Northern Lights, ein sogenanntes “Couchlock-Weed”, wirkt besonders entspannend und beruhigend auf deinen Körper. Der CBD-Gehalt der Sorte ist mittelhoch, wobei der THC-Gehalt bei ca. 18% liegt. Das Aroma und der Geschmack pendelt sich zwischen “krautig” und “erdig” ein.
 

Medizinisches Cannabis in Apotheken kaufen

Bisher bezogen Apotheken medizinisches Cannabis aus Importen, was auch weiterhin möglich bleibt. Aber ab jetzt bauen drei Unternehmen in Deutschland die berauschenden Pflanzen im Auftrag der beim Bundesinsti­tut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelten Cannabisagentur an. Ziel des Cannabis Anbaus in Deutschland ist es, zusätzlich zur Versorgung der Patienten beizutragen, erklärte das Bundesinstitut. Die Cannabisagentur werde das Cannabis zum Preis von 4,30 Euro pro Gramm ohne Überschüsse an die Apotheken verkauft.

Folgende einige Apotheken die medizinisches Cannabis verkaufen: 

  • Europa Apotheke Stuttgart
  • Vita-Apotheke Hamburg
  • Apotheke Nausslitz-Center Dresden
  • Pharmacie Raphael Frankfurt am Main
  • Ring Apotheke Braunschweig
  • Kreuzberg-Apotheke Berlin
  • Röntgen Apotheke Würzburg
  • Glocken-Apotheke Essen
  • Apotheke Forum Schwanthalerhöhe, München

 

 

Studienergebnisse

Die Wissenschaft hat schon seit längerem die Effekte von Schlafmangel auf unseren Organismus als schwerwiegend und beunruhigend eingestuft. Folgend einige Studienergebnisse dazu: 
 

Studie: Das therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden

Die klinischen Wirkungen von Cannabis Medikamenten sind in der Mehrzahl auf eine Aktivierung von endogenen Cannabinoid-CB1- und CB2-Rezeptoren zurückzuführen. Es gilt heute als erwiesen, dass Cannabinoide bei verschiedenen Erkrankungen einen therapeutischen Nutzen besitzen. “Der Einsatz dieser Präparate kann demnach bei Patienten, die unter einer konventionellen Behandlung keine ausreichende Linderung von Symptomen wie Spastik, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitmangel haben, sinnvoll sein.” so eine Stellungnahme der Bundesärztekammer zu den Anträgen der Grünen zur erleichternden Verwendung von medizinischen Cannabis. 

Das endogene Cannabinoidsystem

Dass das Endocannabinoidsystem am Schlaf-Wach Rhythmus beteiligt ist, zeigen verschiedene Untersuchungen. Wir  wissen  heute,  dass  dieses  System  bei  der  Kommunikation  zwischen  Nervenzellen einen wichtigen Rückkopplungsmechanismus darstellt.

Auch haben Forscher der University of A Coruña in Spanien gezeigt, dass das körpereigene Cannabinoid durch die Aktivierung des CB1-Rezeptors die Aktivität im Thalamus erhöht wird. Aus diesen Erkenntnissen zogen sie die Schlussfolgerung, dass Endocannabinoide bei der Regulation des Schlaf-Wach-Zyklus sowie der Wachheit (Tag-Nacht-Rhythmus) eine Rolle spielen. Diese Beobachtungen legen die Vermutung nahe, dass neben THC auch andere der vielen  Inhaltsstoffe  von Cannabis  sativa  eine bioaktive Wirkung haben. Ein Inhaltsstoff, für  den  diese  Vermutung  wohl  zutrifft,  ist  Cannabidiol,  dem  beruhigende  Effekte zugesprochen  werden.

Studie: Cannabis zur Förderung des Schlafes, University of California 

An der Studie nahmen 163 erwachsene Probanden teil, die medizinisches Cannabis aus der Apotheke nutzten. Die Studienteilnehmer sollten unter anderem über ihre Schlafprobleme, die Schlafqualität und die verwendete Cannabissorte Auskunft geben. Die Ergebnisse zeigten, dass 81 Teilnehmer über eine Verbesserung der Schlafqualität berichteten. Die Probanden berichteten, dass der Cannabiskonsum zur Behandlung von Schlaflosigkeit und zur Verringerung der Albträume führten. Diejenigen, die Cannabis zur Verringerung von Albträumen verwendeten, bevorzugten Sativa- gegenüber Indica-Stämmen. Probanden mit einer aktuellen Schlafstörung und einer größeren Schlaflatenz nutzten Cannabissorten mit einem höheren CBD-Gehalt und einem niedrigen THC Gehalt.

Die Links zu den Forschungsergebnissen findet ihr in den Quellen.


 


 

Quelle 

  • https://www.cannaconnection.de/sorten/gorilla-glue
  • https://academic.oup.com/sleep/article/44/9/zsab080/6270772?searchresult=1
  • https://www.cannabisagentur.de/
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden
  • https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/nf-2012-0403/html
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28926791/



 

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