Wirkungsmechanismen von THC

Das Delta-9-Tetrahydrocannabinol, welches ebenso als THC bekannt ist, befindet sich im Hanf und gehört zu Cannabinoiden. Da seine Wirkung psychoaktiv ist, gilt es in vielen Ländern als Rauschmittel. Die Cannabispflanze ist außerordentlich komplex und besteht nehmen ihren natürlichen Komponenten aus mehr als 140 Cannabinoiden. Wirken diese Komponenten zusammen, wird der therapeutische Nutzen der intensiviert.

von Laura Neuhofer  ∙ 27.08.2021

Zusammensetzung und Wirkungsmechanismen von THC

Die Zusammensetzung von THC ähnelt deren von Anandamid - einer bedeutungsvollen Verbindung, welche vom Körper selbst produziert wird. Anandamid ist zuständig für die Regulierung von Schlaf, Stimmung, Appetit und vielem mehr. Hier ist die Rede von einem Endocannabinoid. Seine Eigenschaften kann man vergleichen mit den Merkmalen von THC.

In einer Hanfpflanze erscheint THC zuerst in Form von Säure, besser bekannt als THCA. Durch das Erhitzen trennt sich die Säure und THC entsteht. Diese Abspaltung nennt man Decarboxylierung. Die Forschung von den Wirkungsmechanismen von THC ist noch nicht abgeschlossen, aber man geht davon aus, dass es mit den körpereigenen Endocannabinoiden kommuniziert und somit die berauschende Wirkung erzeugt. Neben der berauschenden Wirkungen enthält Cannabis ebenso eine Menge anderer wichtiger Stoffe. Die Zusammenstellung dieser Stoffe bestimmt die schlussendliche Wirkung - diese ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. 

In den letzten Jahren ist die Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke enorm vorangeschritten. Seit 2017 ist das in Deutschland der Fall. Cannabis kann Schmerzen, Angst und Spannungszustände lindern, ebenfalls kann Cannabis bei Krankheiten wie MS, Parkinson, AIDS und gewissen Krebsarten positiv auf die Genesung von Patienten einwirken. 

Das THC befindet sich in allen Teilen der Cannabispflanze. Für die Erzeugung von Marihuana sind jedoch die Pflanzenteile gefragt, in denen die THC-Konzentration am höchsten ist. Dies sind die Blütenknospen der weiblichen Hanfpflanze. Hier beträgt der THC-Gehalt bis 20 %. Beobachtet wurden folgende Wirkungsmechanismen von THC:

  • Gesteigerte Konzentration
  • Entzündungshemmend
  • Entspannend
  • anti epileptisch
  • Schmerzlinderung
  • erweitert die Blutgefäße
  • intensivere Wahrnehmung
  • Appetitanregend
  • Krampflösend

THC-Konsum: Anwendung und Auswirkungen

THC kann entspannen, aber ebenso aufputschen, dass ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen hängt es vom THC-Gehalt ab, aber auch vom eigenen Körpergewicht, der Körpergröße, der Stimmungslage, der Umgebung etc.

Ebenso wird THC bei chronischen Leiden, Appetitverlust, Übelkeit sowie Erbrechen angewendet. Hat man verspannte Muskeln, so kann THC zum Lockern eingesetzt werden. THC ist ein gut erforschtes Cannabinoid. Der Forschungsbereich steht erst am Anfang, aber gibt  immer wieder neue Aufschlüsse über Anwendungsbereiche und Auswirkungen. Die Erkenntnis darüber, dass THC an die CB1- und CB2-Rezeptoren andockt, trägt weiter dazu bei, das Forschungsfeld weiter auszubauen und mehr Studien zu beauftragen. Die Erkenntnis der Wirkungsmechanismen von THC für medizinische Zwecke hat die Nachfrage dieser Substanzen wiederbelebt. Man geht davon aus, dass sich die Anwendung von medizinischem Marihuana weiterhin breiten wird. 


 

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