Welche verschiedenen Arten von Yoga gibt es?

Im Laufe der Jahrhunderte sind viele Yoga-Arten entstanden. Der folgende Artikel verschafft einen Überblick über die wichtigsten im Westen praktizierten Yoga-Stile.

von Lukas Valentin Geier  ∙ 25.01.2020
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Yoga beruht auf Jahrtausende alten Schriften und Traditionen. Da er sich ständig weiterentwickelt, gibt es heute weit über 100 Yoga-Arten. Die verschiedenen Varianten unterscheiden sich in Praktiken, Übungen und Techniken. Viele Stile erhielten ihren Namen nach ihrem Begründer oder nach klassischen Sanskrit-Ausdrücken. Die folgenden Yoga-Varianten werden heutzutage in den westlichen Ländern besonders häufig praktiziert.

Hatha Yoga

Diese Yoga-Richtung vereint eine Vielzahl an unterschiedlichen Yoga-Stilen. Ziel des Hatha Yoga ist die Harmonie zwischen Körper und Geist, welche durch das Zusammenspiel von Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Meditation erreicht werden soll. Charakteristisch für Hatha Yoga sind eher langsame Körperübungen.

Sivananda Yoga

Diese von dem indischen Arzt Swami Sivananda begründete Yoga-Art vereint die verschiedenen Yogawege und wird daher als Ganzheitlicher Yoga bezeichnet. Sie orientiert sich an fünf Prinzipien: Entspannung (Savasana), Asanas, Pranayama, Meditation und gesunde Ernährung. Eine wichtige Rolle spielt auch das Singen von Mantren.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan basiert ebenfalls auf einem ganzheitlichen Prinzip, das Körper und Geist verbindet. Auch hier sind Körperübungen, Atemübungen und Meditation miteinander verbunden. Im Unterschied zum Hatha Yoga laufen die Körperübungen schneller ab und werden oft wiederholt.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist ein sehr dynamischer und kraftvoller Yoga-Stil. Die Körperübungen aus dem Hatha Yoga verschmelzen zu einer schnellen Bewegungsfolge und werden mit dem Atem koordiniert. Dabei geht eine Übung direkt in die nächste über, wobei die Reihenfolge der Asanas variieren kann.

Yoga Vidya

Eine der beliebtesten Yoga Arten in Deutschland ist Yoga Vidya, welche eine Weiterentwicklung des Sivananda Yoga ist und ihren Fokus auf die spirituelle Erfahrung legt. Beim Yoga Vidya existiert eine Grundreihe an Asanas. Diese kann jedoch je nach Zielsetzung beliebig variiert werden.


Bikram Yoga

Bei dieser Yoga Art führen die Teilnehmer bei hohen Temperaturen von 40 Grad eine intensive Abfolge von 26 Asanas durch. Im Vordergrund stehen Fitness, Muskelarbeit und Beweglichkeit. Die Spiritualität spielt kaum eine Rolle.

Ivengar Yoga

Auch diese Yoga Art ist eher körperbetont und verzichtet weitgehend auf Spiritualität. Charakteristisch für Iyengar Yoga ist das längere Halten der einzelnen Körperübungen und deren präzise Ausführung. Dafür kommen Hilfsmittel wie Klötze, Gurte und Stühle zum Einsatz.

Quellen und Weiterführendes: